Melchsee/Frutt 04.03.-06.03. 2016

Schneeschuh-Tour in den Schweizer Alpen
vom 4. – 6. März

Treffpunkt war um viertel vor sechs am Planetarium in Mannheim. Nach circa viereinhalb Stunden Fahrt von Mannheim nach Stöckalp in der Gemeinde Kerns ging es mit der Gondel hoch zur Station Melchsee-Frutt auf 1.920 m.ü.M. Unterhalb der Talstation Stöckalp war das Schneevorkommen gegen Null, doch oben am Melchsee wurden wir mit über 2,50m Schnee belohnt. Direkt nach der Ankunft auf der Hochebene, schnallten wir uns auch gleich unsere Schneeschuhe an die Füße, um auf dem Weg zur Tannalp erste Erfahrungen sammeln zu können. Nördlich ging es vorbei am Melchssee und dem Tannensee, bis wir die gegen Mittag die Tannalp, unsere Unterkunft für die nächsten zwei Nächte erreichten.

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01. Ankunft auf der Tannalp

Da die Zimmer noch nicht fertig waren und der Tag erst halb vorbei war, gab uns unser Tour-Guide „Alm-Olli“ noch die nötige Einweisung in Sachen Lawinengefahren und wie man sich verhält, wenn eine Person gesucht werden muss. Dafür waren alle Teilnehmer mit LVS Piepsern, Sonden und Lawinenschaufeln ausgestattet. Olli erklärte uns zunächst den Umgang mit den LVS-Piepsern und vergrub einen im Schnee, den wir dann im Team suchen mussten. Hat Spaß gemacht und war absolut notwendig, insbesondere weil die Lawinengefahr vor Ort mit „Stufe 3“ sehr ernst zu nehmen war!

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02. Teilnehmer bei der Suche nach dem versteckten LVS – Piepser

Nach einigen Stunden im Hochschnee konnten wir dann am Nachmittag die Zimmer beziehen. Diese waren alle nordisch mit Frottierbettwäsche eingebettet, somit konnten die Schlafsäcke zuhause bleiben. Um sieben Uhr gab es Abendessen. Nach dem langen Tag waren wir ganz schön hungrig und freuten uns auf eine deftige Mahlzeit. Dass es Thaicurry geben würde, hatten wir nicht erwartet, aber allen hat es sehr geschmeckt. Für die Fastenzeit-Vegetarier gab es auch die ohne Fleisch-Variante.

 

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03. „Erstes Abendessen“ nicht unbedingt Hüttenmäßig aber sehr lecker

Nach einer erholsamen Nacht stand für uns um acht Uhr das Frühstück bereit. Wir beeilten uns, um so früh wie möglich aufbrechen zu können, da Laut Wetterbericht für den Nachmittag der bereits eingesetzte Schneefall sich verstärken sollte. Pünktlich um neun hatten wir unsere Ausrüstung angelegt. Olli überprüfte nochmals unsere Piepser, danach ging’s direkt los. Unser Ziel war der auf 2.440 m.ü.M hohe Gipfel des Hohmad nördlich der Tannalp. Der mit Stangen markierte Weg grenzte direkt an die Hütte.
Begleitet wurden wir während des Aufstiegs vom andauernden Schneefall und starkem Wind. Olli übernahm an der Spitze das anstrengende Spuren für die Gruppe im Tiefschnee. Nach circa anderthalb Stunden erreichten wir den Kammübergang. Während wir uns an einer geschützten Stelle eine erste Pause mit warmen Tee gönnten, spurte uns Olli den Weg über die ausgeprägte Schneewechte.

 

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04. Olli auf der Suche nach einem geeigneten Übergang über die Schneewechte

Nachdem wir den Kamm überquert hatten, war der Weg über den Grat mit viel Neuschnee bedeckt, der oben zum Gipfel stark verblasen war. Gras und Stein schauten aus dem Schnee. Nach dreieinhalb Stunden erreichten alle den Gipfel. Leider war die Sicht durch Wolken verdeckt. Wir hielten uns nur ein paar Minuten auf dem Gipfel auf da der Wind sehr stark war und uns sehr schnell auskühlte. Wir entschieden unsere geplante Rast an der geschützten Stelle unterhalb des Kammübergangs zu machen. Dort waren wir vor Wind und Wetter weitgehend geschützt.

 

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05. Die Gipfelstürmer

Nach dreißig Minuten Abstieg erreichten wir die Pausenstelle. Eine kleine Herausforderung war die Schneewechte nach unten zu überqueren. Gefährlich war es aber nicht, da am Hang sehr weicher Schnee lag und den einen oder anderen aufgefangen hat. Im Schutz eines Felsen stärkten wir uns mit einem heißen Tee und belegten Broten. Danach nahmen wir den letzten Teil des Abstiegs in Angriff. Überwiegend auf dem Weg, den wir beim Aufstieg spurten, aber wo es die Gegebenheiten zuließen, gingen wir auch mal quer, um noch etwas zusätzlichen Spaß im Tiefschnee zu haben.
Einen riesen Spaß und vermutlich die dreifache Strecke hatte der kleinste aller Teilnehmer – der schneeweiße Königspudel „Lotte“. Unermüdlich rannte sie vor und zurück und passte auf, dass auch keiner verloren geht! Das war eine richtige Bereicherung für die Schneeschuh-Gruppe !

 

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06. „Lotte“ unser Lawinenhund

Am frühen Nachmittag erreichten wir wieder unsere Basisstation die Tannalp. Nach verdientem Kaffee und leckerem, selbstgemachten Kuchen machten Olli und zwei unserer Gruppe noch eine kleine Tour. Andere machten einen Spaziergang auf der Ebene, wieder andere chillten noch etwas. Zum Abendessen trafen sich alle wieder zu Tisch und freuten sich riesig auf das Käsefondue. Das Essen auf der Hütte war wirklich sehr gut, der Koch hat großes Lob verdient!
Damit das leckere Fondue auch nicht zu schwer im Magen liegen blieb, war nach dem Essen ein wenig Aktivität am Kicker-Tisch angesagt.

 

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08. Mhhhh…!

Am nächsten Morgen entschieden wir den Rückweg in eine Gratwanderung auszuweiten. Das Wetter war sonnig klar. Südlich des Tannensees ging es entlang des Bergückens in Richtung Erzegg. Kurz vor dem Gipfel schwenkten wir Talwärts durch den „Snow and Funpark“ am Erzegg in Richtung des Melchsees.

 

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09. Gratwanderung zum Erzegg am Abreisetag

Gegen Mittag erreichten wir die Bergstation Melchsee-Frutt. Der Abschluss unseres Wochenendes bildete die Abfahrt zur Talstation mit dem Schlitten. Für alle war das ein irrer Spass.

 

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10. Olli beim Schlitteln

Unten angekommen warteten wir auf unser Gepäck, das mit der Gondel ins Tal transportiert wurde, bevor wir uns wieder auf den Nachhauseweg machten. Ausnahmslos war das Wochenende für alle sechs Teilnehmer ein unvergessliches Abenteuer. An dieser Stelle nochmals ein dickes Dankeschön an unseren Tour-Guide Alm-Olli!

 

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11. Die Teilnehmer an der Talstation Stöckalp