Skitouren 2014

Skitouren 2014

War das ein Winter? An manchen Stellen schon. Vor allem im Süden gab es sehr viel Schnee. Aber für überall galt mal wieder: viel zu warm. Die Alpinistik Skitour führte diesmal nach Obernberg am Brenner. Vor ein paar Tagen hatte es 30 cm auf die grüne Wiese geschneit. Das war es. Dann hat es nass geschneit und sogar geregnet. Für ein paar Ausflüge hat es trotzdem gereicht. Sogar ein Gipfel war drin. Alles in allem trotzdem sehr lustig. Immerhin waren wir eine Gruppe von 14. So viele wie noch nie. Nachdem die Frustrierten am Sonntag nach Hause gefahren waren, hatte der Rest am Montag noch einen schönen Skitag. Immer das gleiche: Wer aufgibt, verliert.

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Zu den ausgeschriebenen Touren kann man Folgendes sagen: Am Anfang pfui, am Ende hui.

Die erste Tour ins Allgäu musste abgesagt werden. Schneemangel. Es war das erste Mal, dass wir 12 Leuten keine Tour bieten konnten und die Tour komplett absagen mussten. Katastrophal. Die zweite wurde verlegt. Vom grünen Ausserfern ins schneereiche Hinterrheingebiet. Aber auch hier Wärmeeinbruch mit metertief durchweichtem Schnee. Und als Krönung des Ganzen noch Regen auf 1500 m. Immerhin waren wir draußen. Bei der nächsten Tour wurde es jetzt besser. Nach Realp ging es diesmal in ein ganz altes uriges Hotel mit sehr gutem Essen. Käsefondue mit Nachbestellen. Das hatte ich auch noch nicht erlebt. Unsere Schönwettertour führte auf den Stotzigen First, einen Berg, auf dem wohl jeder Schweizer schon oben war. Für mich war es das dritte Mal; und trotzdem immer wieder schön. Vor allem der erste Pulverschnee des Jahres. Das war es dann wieder mit dem Wetter. Den Schafberg konnten wir noch erreichen. Dann standen wir im White Out. Gut, dass es GPS gibt. So konnten wir auf unserer Aufstiegsroute wieder zurückfinden. Auch, wenn manche mit GPS Uhr auf Abwegen geraten sind.

Mit der Tour nach Fastnacht wurde es jetzt richtig gut. Vier Tage Franz Senn Hütte in den Stubaiern. Vorher hatte es frisch geschneit und wir hatten die ganze Zeit Sonne und feinsten Pulverschnee. Was will man mehr. Der einzige Wermutstropfen war wohl die allgemeine Schneehöhe. Ganz ohne Steinkontakt ging es doch nicht. Da warten Überraschungen, auf die man gerne verzichten möchte.
Die letzte Tour für die Saison: die Silvretta-Durchquerung. Auch hier zum Teil traumhafte Bedingungen.Skitouren 2014_3 So viel feiner Pulver für Mitte April ist auch ungewöhnlich. Vom Wetter her: Nebel, Sonne und Wind, Sturm, Sonne. Nachts hat es geschneit. Besonders die Einsamkeit und Ruhe auf der wunderschönen Silvrettahütte (2011 neu renoviert) war sehr eindrucksvoll. Dann als einzige Gruppe den riesigen Silvrettagletscher zu unseren Füßen! Hinauf zur Schneeglocke, und im Pulver retour zum Silvrettastausee, das war schon ein würdiger Abschluss der Saison.

Besonders schön ist , dass wir auch 2014 wieder mit allen Touren ausgebucht waren. Da freut man sich natürlich wieder auf die nächste Saison.

Uli Becker