Alpenüberquerung Cilli Bauer und Günter Bergmann nehmen die letzte Ettape in Angriff

Ein Artikel aus dem Mannheimer Morgen von und mit unseren Trainern Cilli und Günter zu Ihrer Alpenüberquerung  von Ost nach West in drei Abschnitten.

Seit zwei Jahren sind die Mannheimer Cilli Bauer und Günter Bergmann auf einer außergewöhnlichen Mission: Sie überqueren die Alpen in Ost-West-Richtung – nicht am Stück, sondern in drei großen Etappen. Zwei davon liegen bereits hinter ihnen, vom 26. Juni bis 7. August folgt nun der letzte Abschnitt. Dieser führt von Quincinetto im Aostatal bis an die ligurische Küste nach Ventimiglia. Rund 45 Tage werden sie dafür unterwegs sein.

Dass wochenlanges Wandern körperlich wie mental extrem fordernd sein kann, war beiden im Vorfeld bewusst. Umso überraschter sind sie heute, wie gut die ersten beiden Etappen liefen. „Das längste, das wir vorher gegangen sind, waren 15 Tage. Deshalb hatten wir großen Respekt vor sechs Wochen am Stück“, sagt Bauer. Doch der Körper habe sich erstaunlich schnell an die Belastung gewöhnt. Regelmäßiges Dehnen half zusätzlich, kleinere Beschwerden rasch abklingen zu lassen.

Cilli Bauer und Günter Bergmann bei der Alpenüberquerung von Ost nach West.

Klimawandel in den Alpen deutlich sichtbar

Besonders eindrücklich sei die Veränderung der Bergwelt durch den Klimawandel. Schrumpfende Gletscher, schneearme Regionen und der massive Einsatz von Schneekanonen seien bei früheren Touren bereits sichtbar gewesen, nun aber deutlicher denn je. Auch die Vorbereitungen für die bevorstehenden Olympischen Winterspiele in Cortina d’Ampezzo haben Bauer und Bergmann hautnah miterlebt. Neue Lifte, Baustraßen, großflächige Eingriffe in die Natur: „Das ist in vielerlei Hinsicht nicht mehr zeitgemäß“, sagt Bergmann. Organisationen wie CIPRA, der Zusammenschluss der acht Alpenstaaten, kritisierten diese Entwicklungen seit Jahren. Die Via Alpina, auf der das Paar teilweise unterwegs ist, wird ebenfalls von CIPRA betreut.

Politische Spurensuche in den Alpen

Das Projekt der beiden ist bewusst politisch begleitet. Immer wieder stoßen sie auf lokale Konflikte, historische Ereignisse und gesellschaftliche Entwicklungen entlang der Route. Dazu gehört etwa die Geschichte der Waldenser, die jahrhundertelang verfolgt wurden und in dieser Zeit eine ausgeprägte Widerstandskultur entwickelten. In Orten wie Balme, einem sogenannten Bergsteigerdorf, treffen Tradition und aktueller politischer Protest aufeinander. Dort wehren sich Bewohner gegen den geplanten Kobalt-Abbau durch ein internationales Unternehmen.

Die kommende Etappe: Begleitete Touren für Mannheimer

Die dritte und letzte Etappe gilt als technisch anspruchsvoll. Teile der Strecke folgen dem GTA, der Grande Traversata delle Alpi, einem traditionsreichen Weitwanderweg, der seit den 1980er Jahren nachhaltigen Tourismus in abgeschiedene Bergregionen bringen soll. Parallel zu ihrer eigenen Route bieten Bauer und Bergmann drei geführte Teilstücke für Interessierte an. Diese dauern jeweils acht bis neun Tage. Die Schwierigkeitsgrade liegen im Bereich T2 bis maximal T4, also bei Bergwanderwegen, die solide Kondition und Trittsicherheit erfordern. „Es müssen keine Extremsportler sein“, betont Bauer. „Aber die Gruppe muss zueinander passen, und die Tagesetappen müssen gut zu bewältigen sein.“

Die ersten beiden Etappen sind auf https://www.nach-dem-berg-ist-morgen.de nachzulesen.

Quelle: Mannheimer Morgen vom 22.02.2026; Valerie Gerards

Bei der Tour gibt es noch ein paar Plätze die Ihr noch buchen könnt. Schaut unter unserem Tourenprogramm für mehr Details. Kleiner Tipp:

https://www.dav-mannheim.de/touren/tourenprogramm/?cat=hochgebirgs-wanderungen

Hier sind die Touren schon vorsortiert.