Anforderungen

Jede Tour hat ihre Besonderheiten. Trotzdem versucht man Touren in ein allgemeingültiges Raster zu bringen und vergleichbar zu machen. Für die von der Sektion Mannheim angebotenen Touren sind die folgenden Kategorien von besonderer Bedeutung. Gerne können Sie weitere Informationen zu einer konkreten Tour aus unserem Angebot über die Geschäftsstelle anfordern. Dort findet auch an jedem Dienstag eine individuelle  Tourenberatung statt, in der Sie Ihre selbstgeplante Tour mit einem unserer Tourenleiter besprechen können.

Anforderungen / Schwierigkeitsbewertungen für Hochgebirgstouren
der Sektion Mannheim des Deutschen Alpenvereins e. V.

Bei den folgenden Touren ergeben sich aus den Anforderungen bzw, Einstufungskriterien die Teilnahmevoraussetzungen. Es ist zu berücksichtigen, dass im Hochgebirge generell eine über Mittelgebirgswanderungen hinausgehende Kondition erforderlich ist.

Für die Gesamtbewertung einer Tour bzw. Route gilt der Spitzenwert der Hauptkriterien bzw. Schwierigkeiten.

Bei Klettertouren wird die international bekannte UIAA–Skala mit Schwierigkeitsgraden von I bis XI verwendet.

 

DAV-Einstufung Bergwege / Hochgebirgswanderungen:

Talweg: Talwege sind überwiegend breit, haben in der Regel eine geringe Steigung und weisen keine absturzgefährlichen Stellen aus.

Leichter Bergweg: Leichte Bergwege sind überwiegend schmal, können steil angelegt sein und weisen keine absturzgefährlichen Passagen aus.

Mittelschwerer Bergweg: Mittelschwere Bergwege sind überwiegend schmal, oft steil angelegt und können absturzgefährliche Passagen aufweisen. Es können zudem kurze versicherte Gehpassagen und/oder kurze Stellen vorkommen, die den Gebrauch der Hände erfordern.

Schwerer Bergweg: Schwere Bergwege sind schmal, oft steil angelegt und absturzgefährlich. Es kommen zudem gehäuft versicherte Gehpassagen und/oder einfache Kletterstellen vor, die den Gebrauch der Hände erfordern.

Ergänzend zur DAV-Bewertung von Hochgebirgswanderungen werden übergangsweise die SAC-Bewertungen angegeben, die eine feinere Abstufung und differenziertere Angabe von Schwierigkeiten möglich machen. Mittelfristig soll die SAC-Skala die DAV-Skala ablösen.

SAC – Berg – und Alpinwanderskala:

T1: Weg gut gebahnt. Falls vorhanden, sind exponierte Stellen sehr gut gesichert. Absturzgefahr kann bei normalen Verhalten weitgehend ausgeschlossen werden. Falls nach SWW-Normen markiert: gelb
T2: Weg mit durchgehender Trasse. Gelände teilweise steil, Absturzgefahr nicht ausgeschlossen:
Falls nach SWW-Normen markiert: weiß-rot-weiß
T3: Weg am Boden nicht unbedingt durchgehend sichtbar. Ausgesetzte Stellen können mit Seilen oder Ketten gesichert sein. Eventuell braucht man die Hände fürs Gleichgewicht. Zum Teil exponierte Stellen mit Absturzgefahr, Geröll-Flächen, weglose Schorfen. Falls nach SWW-Normen markiert: weiß-rot-weiß
T4: Wegspur nicht zwingend vorhanden. An gewissen Stellen braucht es die Hände zum Vorwärtskommen. Gelände bereits exponiert, heikle Grashalden, Schorfe, einfache Firnfelder und apere Gletscherpassagen. Falls nach SWW-Normen markiert: weiß-blau-weiß
T5: Oft weglos. Einzelne einfache Kletterstellen. Exponiert, anspruchsvolles Gelände, steile Schrofen. Apere Gletschher und Firnfelder mit Ausrutschgefahr. Falls nach SWW-Normen markiert: weiß-blau-weiß
T6: wird für Wanderungen nicht angeboten, siehe Hochtouren.

 

Schwierigkeitsgrad Hochtouren

L (leicht): Einfaches Gehgelände (Geröll, einfacher Blockgrat) / UIAA bis Grad I / einfache Firnhänge, kaum Spalten (z.B. Walliser Breithorn bzw. Piz Palü Normalwege).

WS (wenig schwierig): Meistens noch Gehgelände, erhöhte Trittsicherheit nötig, Kletterstellen übersichtlich und problemlos / UIAA bis Grad II / in der Regel wenig steile Hänge, kurze steilere Passagen, wenig Spalten (z.B. Montblanc bzw. Finsteraarhorn Normalwege).

Die Einstufungen ZS, S, SS, AS und EX werden nicht angeboten und somit nicht dargestellt.

 

Schwierigkeitsgrad Klettersteige

A (wenig schwierig): Einfache, gesicherte Wege. Flache oder senkrechte (kurze) Leitern und Eisenklammern zumeist im nicht sehr steilen Gelände. Vereinzelte Stellen können bereits ausgesetzt sein, aber einfach zu begehen (Felsbänder u. ä.). Das Gelände ist auch ohne Sicherungen leicht zu begehen (Ausnahme: Leitern über kleine Wandstufen) und weist gute Tritte und Griffe auf. z.B.: Alpspitze Garmisch-Partenkirchen.

B (mäßig schwierig): Bereits etwas steileres Felsgelände mit teilweise kleintrittigen, ausgesetzten Passagen. Senkrechte, längere Leitern, Eisen-klammern, Trittstifte oder Ketten. Manche Passagen bereits anstrengend und kraftraubend z.B.: Hindelanger oder Pisciadu Klettersteig.

C (schwierig): Steiles bis sehr steiles Felsgelände. Größtenteils kleintrittige Passagen, die fast immer ausgesetzt sind. Überhängende Leitern, Eisenklammern und Trittstifte, die auch etwas weiter auseinander liegen können. Oft senkrechte, nur mit einem Stahlseil gesicherte Abschnitte. Teilweise bereits sehr kraftraubend z.B.: Klettersteig Ilmspitze in den Stubaier Alpen

D (sehr schwierig): Senkrechtes, oft auch überhängendes Gelände. Eisen-klammern und Trittstifte liegen vielfach weit auseinander. Sehr ausgesetzter und steiler Fels, der in den meisten Fällen nur mit einem Stahlseil gesichert ist. Längere, senkrechte bis über-hängende Passagen, wobei bereits ein gehöriges Maß an Armkraft erforderlich ist. Manchmal auch in Kombination mit leichter Kletterei (bis zum 2. Schwierigkeitsgrad), die ohne Versicherungen bewältigt werden muß. z.B.: Tomaselli Klettersteig.

E (extrem schwierig): Extreme Anforderungen an Kraft, Trittsicherheit (ev. Kletter-schuhe) und Schwindelfreiheit. Dieser Schwierigkeitsgrad kommt bei Klettersteigen nur sehr selten vor. Ansonsten gelten alle Angaben im erhöhten Ausmaß wie unter „sehr schwer“ beschrieben z.B.: Kaiser Max Steig in Imst.

Die Einstufung F wird nicht angeboten und somit nicht dargestellt.

 

Schwierigkeitsgrad Skitouren

L (leicht): Steilheit unter 28° / weiches, hügeliges Gelände mit glattem Untergrund / keine Engpässe / Keine Ausrutschgefahr (z.B. Niederhorn)

WS (wenig schwierig): Steilheit um 30° / in der Regel offene Hänge mit einzelnen kurzen Steilstufen, Gräben, Buckel, Steinblöcke mit Ausweichmöglichkeiten, Spitzkehren sind nötig / Engpässe sind kurz und flach / kurze Rutschwege, sanft auslaufend (z.B. Turnen)

ZS (ziemlich schwierig): Steilheit um 35° / kurze Steilstufen ohne Ausweichmöglichkeit, die Abfolge von Hindernissen in mäßig steilem Gelände erfordert gute Reaktion / Engpässe kurz, aber steiler, Abbremsen und Abschwingen sind notwendig / längere Rutschwege mit Schwellen (z.B. Seehorn)

Die Einstufungen S, SS, AS und EX werden nicht angeboten und somit nicht dargestellt.