Durchquerung der Brenta

Mitte August trafen wir uns in Madonna di Campiglio, um in die wunderbare Bergwelt der Brenta Dolomiten einzutauchen. Nach der langen Anfahrt von Mannheim stiegen wir zunächst zur Tuckethütte auf. Der nächste Tag wurde der längste Tourentag. Nach 10 Stunden auf wunderbaren Bändern, Felstürme auf- und abkletternd, erreichten wir die Pedrottihütte. Die typischen Brenta-Wolken begleiteten uns den ganzen Tag und gaben immer wieder beeindruckende Ausblicke auf die Berglandschaft frei.

Am nächsten Tag waren wir froh, dass unsere „Wanderzeit“ nur vier Stunden betrug. So konnten wir auf der Terrasse der Alimonta-Hütte noch eine wohltuende Yoga-Session einlegen. Die nächste Etappe zur Agostinihütte zog sich durch völlig menschenlehre Landschaften und am Ende hangelten wir uns einem Seil vom Klettersteig auf den Gletscher oberhalb der Hütte ab.

Die Agostini ist die südlichste Hütte des Massivs, sehr urig mit einem knallroten Dach und einer wunderbaren Küche. Wir wurden bestens und reichlich verpflegt. Das letzte Wegstück (von der Zwölfapostelhütte zur Brentei) gestaltete sich noch einmal als schwierig. Der Weg über den Gletscher unterhalb der Cima Tosa forderte im Abstieg höchste Trittsicherheit. Wieder hangelten wir uns an einem Seil über den Gletscher. Dieses Mal auf Blankeis.

Die letzte Übernachtung in der Brenteihütte war ein Fest: nicht nur, dass wir ein Geburtstagskind küren konnten. Nein, die neu renovierte Hütte selbst ist schon ein Juwel und die Verpflegung außergewöhnlich gut. Und dazu gab es noch einen Sonnenuntergang in spektakulären Farben.

Wir hatten wahnsinniges Glück, dass von den angesagten Schauern lediglich ein paar Tropfen bei uns ankamen und wir somit die Woche in vollen Zügen genießen konnten.

 

Text und Bilder: Stella Reuter