Flutkatastrophe in Nepal – ein Dank an die Spender

Am 26. August gingen die erschreckenden Bilder der Flutwelle im nepalesischen Distrikt Rasuwa um die Welt. Die Anzahle der Opfer wird nach wie vor nur geschätzt und erreicht mit Sicherheit eine fünfstellige Zahl.

Vor wenigen Tagen hat der – für diese Jahreszeit völlig untypische – Regen zu einer erneuten Flutwelle im Manaslu Gebiet geführt. Ca. 100 Touristen waren mehrere Tage von der Außenwelt abgeschnitten; viele Einheimische verloren wieder ihre Existenz.

Besonders prekär wirkt die Tatsache, dass Nepal zum Klimawandel nur einen verschwindend geringen Anteil beiträgt, von dessen Folgen jedoch besonders hart getroffen wird. Mit der Finanzierung des Wiederaufbaus lässt man Nepal weitgehend alleine.

Wie ist der aktuelle Stand vor Ort?

Wir stehen mit unserem Freund Babu in Kathmandu in ständigem Kontakt und schieben gemeinsame Hilfsaktionen vor Ort an und koordinieren diese. Die bereits gesammelten Spendengelder helfen dort sehr und machen so manches Vorhaben erst möglich.

Unter anderem wurden Überlebende aus dem Rasuwa Gebiet (Kinder ohne Eltern, Eltern ohne Kinder, Teilfamilien) von der Regierung nach Kathmandu ausgeflogen und dort in Auffanglagern und in Klöstern untergebracht. Die Bedingungen in diesen Lagern sind rudimentär und die erlaubte Aufenthaltsdauer für die Menschen läuft ab.

Um ihnen einen neuen Start in gemieteten Wohnungen oder provisorischen Häusern zu ermöglichen haben wir Dinge des täglichen Lebens wie Matratzen, Decken, Kissen, Gaskocher, Küchenutensilien, etc. vor Ort besorgt und an die bedürftigen Familien verteilt. Babu mit seiner Familie sowie unseren Freunden in Kathmandu sei hier nochmals unser Dank für die wertvolle Unterstützung vor Ort ausgedrückt.

Gleichfalls haben wir für eine junge Mutter mit zwei Kindern (der Papa wird immer noch vermisst) die Krankenhauskosten für eines der Kinder übernommen.

Gut zu hören ist, dass es mittlerweile ist es auch möglich ist mit Jeeps und/oder Trucks in das besonders betroffene Gebiet in Rasuwa zu gelangen.

Wir sind gerade dabei eine Lieferung benötigter Lebensmittel wie Reis, Linsen, Öl, Salz etc. zusammen zu stellen und mit einem gemieteten Laster in das Gebiet zu bringen. Die Menschen dort haben zwar überlebt, ihr Hab und Gut sowie die Ernte und die Felder sind mit der Flut weggetragen worden. … es kommt der Winter.

Die Welle der Solidarität und Großzügigkeit, die unser Spendenaufruf hervorgerufen hat, hat uns alle zutiefst bewegt und dankbar gemacht. Daniabath!

Wir sind uns völlig bewusst, dass wir nicht alle notwendige Hilfe vor Ort im Alleingang werden leisten können. Aber, einen kleinen, entscheidenden Unterschied im Leben von einigen Menschen zu ermöglichen ist uns Ansporn genug und lässt uns weitermachen.

Wir werden über den weiteren Verlauf der Aktion berichten. Babu und wir alle in der Sektion Mannheim freuen uns auf die weitere Unterstützung durch euch.

Bei Fragen und/oder Anregungen meldet euch bitte direkt bei Rolf Mohr.

 

ed.miehnnam-vad@rhom.flor